Goßmar, an der alten Lüneburger Salzstraße gelegen, wurde im Jahre 1231
erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf wurde warscheinlich um 1200 durch die
Herren von Ileburg (Eilenburg) begründet. Von 1537 bis 1945 gehörte Goßmar zur
Herrschaft der Grafen zu Solms.
Hier wurde eine wertvolle altsorbische Liturgie gefunden, die aus dem zehnten
Jahrhundert stammen dürfte und Bibliophilen als „Goßmarer Handschrift“ ein
Begriff ist.
Im Ort steht eine der ältesten Kirchen der Umgebung. Sie ist als Wehrkirche
gebaut und besitzt eine eigene Brunnenanlage. Schon 1550 war im Ort ein
Schulmeister (nachweisbar) tätig.
Bis zum Schuljahr 1963/64 hatte Goßmar eine eigene Schule.
Das Gut "Clementinenhof" wurde als selbständiger Gutsbezirk erst Ende des
20.Jahrhunderts in Goßmar eingemeindet.
Heute gibt es noch den Kindergarten der als Erntekindergarten in der DDR
entstand, jetzt in Trägerschaft der Stadt Sonnewalde mit durchschnittlich 40
Kindern, die von vier Erzieherinnen betreut werden.